Gerrit

Gerrit ist ein Altoldenburger-Ostfriesen Wallach der 1994 im schönen Ostfriesland geboren wurde und dort auch bis zu seinem 8. Lebensjahr ein ruhiges Leben auf einer schönen Weide verbrachte. Zwischendurch hat man ihn zwar mal etwas geritten und auch eingefahren, aber im Grunde musste er noch nie in seinem Leben richtig arbeiten.
Bis zu dem Tag, als Claudia grade unser damaliges Voltipferd Don zur Klinik gebracht hatte, daher sowieso eine Box frei war und sie sich dachte einfach mal bei seiner damaligen Besitzerin vorbeizufahren. Also brachte sie ein ziemlich fettes, unkultiviertes Pferd mit einem Stockmaß von 1,85 m mit, welches zu Beginn wenig Euphorie hervorrief.
Ziemlich schnell merkten wir dann jedoch, dass er quasi nur darauf gewartet hatte eine Aufgabe zu bekommen, denn er bemühte sich wirklich ein gutes Voltipferd zu werden.
Im Frühjahr des darauffolgenden Jahres bestritt er seine erste A-Dressur und wenige Woche später wurde er gleich auf seinem ersten Einzelturnier Vize-Bezirksmeister. Im Jahr 2003 bestritt er noch einige Einzelstarts und mehrere Dressurturniere.
Das Jahr 2004 sollte dann seine erste Gruppensaison werden. Der erste Gruppenstart war in der Bremer Stadthalle und er bewies echt Nerven. Wie ein alter Hase absovierte er den Start und sogar Voltigrößen wie Kai Vorberg wurden auf ihn aufmerksam.
In diesem Jahr wurden wir mit ihm Kreismeister, Vize-Bezirksmeister und dritter Landesmeister. Ausserdem trug er die B-Gruppe auf der Norddeutschen Meisterschaft in Lübeck, da deren Pferd leider krank geworden war und zusätzlich verhalf er dort auch Tim-Randy Sia und Elisabeth Andreesen zum Titelgewinn im Doppelvoltigieren.
Das Jahr 2005 sollte jedoch alle unsere Erwartungen übertreffen. Gerrit trug uns sicher durch alle Turniere und so schafften wir die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Leipzig und die Norddeutsche Meisterschaft in Bremen. Leider zeigte er uns in Leipzig doch, dass auch er Nerven besitzt, die nicht immer aus Stahl sind. Trotzdem zweifelten wir zu keiner Zeit an seinem Potenzial.
Das Jahr 2006 war für uns leider schon zuende bevor es begonnen hatte. Gerrit verletzte sich im März so stark auf der Weide, dass die Saison gelaufen war. Wir versuchten unser Glück zwar auf der Landesmeisterschaft in Vechta, verzichteten aber zugunsten unseres Pferdes auf die weiteren Starts, da wir nach der Pflicht merkten, dass aufgrund seiner vorhergegangenen Verletzung der Trainingsstand noch nicht ausreichend war, um einen kompletten Kürdurchgang sauber durchzuhalten.
Sein Verletzungspech traf uns jedoch doppelt hart, da im Februar die amerikanische Mannschaft (F.A.M.E.) angefragt hatte, ob sie eventuell auf der Weltmeisterschaft auf Gerrit starten könnten. Devon Maitozso war sogar schon einmal da gewesen um unseren Gertie auszuprobieren, was sehr gut geklappt hatte. Naja, vielleicht hätten wir dann nun einen Vize-Weltmeister im Stall gehabt :).
Den Rest des Jahres trainierten wir ihn dann also ganz in Ruhe wieder auf und starteten motiviert in die Winterpause.
Das Jahr 2007 begann sehr vielversprechend. Die ersten Turnierstarts lief Gerrit sehr gut und wir merkten, dass er Turniere wohl doch nicht so schlimm findet. Wir wurden Bezirksmeister und Vize-Landesmeister und schafften erneut die Qualifikation zur Deutschen Jugend Meisterschaft in Vechta und zur Norddeutschen Meisterschaft in Potsdam. Leider begann Gerrit 3 Tage vor der DJM sehr stark zu lahmen und trotz umgehendem Besuch in der Klinik konnten wir leider nicht starten. Gott sei dank ging es ihm jedoch schnell wieder besser und somit konnten wir die Saison mit einem Start auf der NDM abschließen.
Auch das Jahr 2008 begann wieder sehr spannend. Nachdem Devon bereits im Oktober nocheinmal bei uns war, um auf Gerrit zu turnen, besuchten uns im März mit ihm auch noch zwei Mädels aus dem amerikanischen Team. Gerrit zeigte sich super und zuckte bei den wahnsinnigen Kürblöcken nicht mit der Wimper, allerdings machte seine Größe ihnen zu schaffen. Leider haben sie sich dann gegen ihn entschieden, aber Devon bescheinigte uns eines der tollsten Voltigierpferde Deutschlands zu besitzen.
Leider zeigte er uns zu Beginn dieser Saison mal wieder, dass er auch ziemlich ätzend sein kann und ließ uns auf dem ersten Start im Stich. Jedoch wurde es von Turnier zu Turnier besser und auf der entscheidenden Sichtung zur DVM zeigte er sich von seiner allerbesten Seite. Dadurch schafften wir erneut die Qualifikation zur Deutschen Voltigier Meisterschaft.
Nach einigen Problemen in der Vorbereitung konnten wir uns dann doch gut darauf vorbereiten und er half uns mit 3 super Auftritten zu einem suoer 17. Platz von 26 Gruppen. Außerdem war er eines der liebsten und natürlich vor allem schönsten Pferde auf diesen Meisterschaften! ;)
Im Sommer 2008 durfte er nun endlich mal wieder richtig ausspannen und verbrachte seinen Urlaub zusammen mit Grando auf einer riesigen Weide.
Nachdem wir seit Oktober 2008 wieder komplett waren, begannen wir intensiv mit der Kür für 2009. Gerti machte das Wintertraining gut mit, so dass wir im Jahr 2009 bereits im Februar mit dem Turnier im AWD-Dome in die Saison starten konnten. Sowohl dort, als auch auf seinem ersten internationalen Start im niederländischen Ermelo konnte Gert durch seine Nervenstärke glänzen. Allerdings machte ihm mitte der Saison ein Problem mit unserem Gurt sehr zu schaffen. Dieses wurde jedoch behoben und sofortige Trainingserfolge zeigten eine positive Entwicklung. Auf den folgenden Turnieren konnte Gerrit wieder glänzen und so schafften wir erneut die Qualifikation zur DVM in Klein Partwitz, wo unser Super-Pferdchen in der Pflicht auf dem 2. Platz und in den Kürumläufen auf dem 3. Platz aller Gruppenpferde der DVM landen konnte. Er zeigte sich in allen drei Umläufen von seiner allerbesten Seite und trug somit hauptsächlich zu unserer guten Platzierung bei!
WIR HABEN DICH LIEB, GERT-PFERD!!!;)
Graf Grando

Grando ist ebenfalls ein Altoldenburger-Ostfriesen Wallach mit einem Stockmaß von ca. 1,80 m. Allerdings ist er einige Jährchen jünger, da er erst im Jahr 2000 das Licht der Welt erblickte.
Genau wie Gerrit ist er eingefahren und etwas geritten worden und ist mindestens genauso arbeitseifrig und lernwillig. Das liegt wohl in der Natur dieser wunderbaren Rasse.
Als er 2005 zu uns kam, mussten wir uns erstmal um die Pflege seiner Hufe und besonders seiner Zähne kümmern, die wohl noch nie zuvor eine Raspel gesehen hatten. Starke Haken auf den Zähnen verzögerten zunächst den richtigen Start seiner Ausbildung.
Über den Winter begannen wir dann mit seiner Ausbildung zum Voltipferd. Er sollte vorwiegend Gerrit im Pflichttrainig entlasten und so langsam an dern Sport herangeführt werden.
Im Jahr 2006 startete er dann seine ersten Einzelturniere und absolvierte diese mehr als zufriedenstellend. Er wurde sogar Bezirksmeister und Nachwuchschampion des Bezirks Ostfriesland. Außerdem startete er auf einigen Reitturnieren erfolgreich in E-und A-Dressuren.
Da Gerrit verletzt war, konnten wir dank ihm wenigstens unsere Pflicht weitertrainieren und kamen so nicht völlig raus.
Auch im Jahr 2007 sollte er weiterhin hauptsächlich unsere Einzelvoltis tragen, was er auch mehr als zufriedenstellend tat. Er qualifizierte sich sogar für die Norddeutsche Meisterschaft in Potsdam mit unserem B-Einzel. Allerdings entschieden wir uns aus Kostengründen dagegen mit zwei Pferden die weite Fahrt auf uns zu nehmen und somit ließen wir den "Kleinen" zuhause.
In diesem Winter soll er nun erstmal zuende wachsen und lernen seine ersten Gruppenkürübungen zu tragen.
Zusätzlich zu dem Gruppen- und Einzeltraining der "Großen" läuft Grando momentan einmal die Woche das Training der E-Gruppe. Mit dieser Gruppe wird er nun in der Saison 2008 seine ersten Gruppenstarts absolvieren, um Dusty etwas zu entlasten.
Die ersten Gruppen- und Einzelstarts hat er sehr erfolgreich hinter sich gebracht und er kann auf einen 1. und eine 2. Platz mit der E-Gruppe zurückblicken. Wir sind wirklich sehr stolz auf unser Baby, dass er das alles so toll meistert! Nebenbei ist er auch noch Bezirksmeister mit Mara als Einzelvolti geworden.
Leider musste Grando im Jahr 2009 eine langwierige Verletzung auskurieren und wir hatten uns eigentlich schon von dem Gedanken verbschiedet ihn wieder unter einem Voltigiergurt zu sehen. Aufgrund seines tollen und einzigartigen Charakters waren wir wirklich sehr traurig, jedoch hat Claudia die Hoffnung nie aufgegeben und so versuchen wir diesen Winter mit einem fundierten Aufbautraining unseren "Kleinen" wieder davon zu überzeugen, dass Voltigieren einfach seine Berufung ist!:)
Voltis Tammingaburg

